Ostseebad Baabe - Allergikerfreundliche Gemeinde

Allergiker willkommen! Seit 2008 ist Baabe ein allergikerfreundlicher Urlaubsort
Inzwischen hat es sich herumgesprochen, Baabe ist Allergikerfreundliche Gemeinde. Im Mai 2008 erhielt die Gemeinde das Zertifikat durch die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF).
Seit dem hat sich einiges getan im Ostseebad. 220 Betten und somit Unterkünfte sind als Allergikerfreundlich zertifiziert. Gäste, die unter einer Milben- oder Hausstauballergie leiden, können hier auf gute Bedingungen vertrauen. Glatte Böden, Encasings in den Betten und ein Staubsauger mit HEPA 12 Filter sind drei der Kriterien, die erfüllt sein müssen, um das Zertifikat Allergikerfreundlich zu erhalten.
Neuestes Projekt in diesem Zusammenhang ist eine Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg. Das Projektteam konnte aus ersten Ergebnissen und Rückmeldungen der Allergie-geplagten Gäste im Ostseebad entnehmen, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien noch eine viel größere Rolle in der Bevölkerung spielen.
Entsprechend wurden durch Absolventen der Hochschule Gerichte speziell für Allergiker entwickelt, die nun der örtlichen Gastronomie präsentiert und hier dann auch eingeführt und den Gästen angeboten werden sollen. Die Nachfrage wird ergeben, ob auf diesem Gebiet weiter gearbeitet wird.
Das Projekt "Allergikerfreundliche Gemeinde Ostseebad Baabe" wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Stiftung für Allergieforschung unter Leitung von Herrn Prof. T. Zuberbier und der Kurverwaltung Ostseebad Baabe realisiert. Es entspricht dem Leitsatz der Stiftung: „Besser leben trotz Allergien“ und hat zum Ziel, die Lebensqualität von Allergikern zu verbessern.
Der Idealzustand einer völlig sicheren Allergenfreiheit ist leider nicht umsetzbar. Pollen fliegen über ganze Kontinente, Nahrungsmittel werden zum Teil schon auf dem Feld durch wild wachsende andere Pflanzen verunreinigt.
Das Siegel steht jedoch für praktische Verbesserungen, denn den meisten Allergikern kann schon mit kleinen Hilfestellungen eine verbesserte Lebensqualität geboten werden.
Allergiker sollten immer ihre Medikamente mit sich führen, insbesondere gilt dies für die Notfallmedikamente von Nahrungsmittelallergikern. Ärztliche Beratung steht vor Ort zur Verfügung. Jeder Betroffene muss jedoch wissen, dass es keine garantierte Allergenfreiheit gibt, weder zu Hause noch im Urlaub. ECARF kann daher keine Haftung für möglicherweise auftretende Beschwerden übernehmen.
Die Idee für das Projekt entstand im Rahmen der Verbraucherschutzkonferenz unter der Leitung von Herrn Bundesminister Seehofer. Es handelt sich um ein Modellprojekt, das kontinuierlich wissenschaftlich begleitet und weiter entwickelt wird.


