Allergie
Als Allergie (griechisch αλλεργία, „die Fremdreaktion“, von altgriechisch ἄλλος, „anders, fremd“ und ἔργον, „die Arbeit, Reaktion“) wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten Symptomen äußert.
Quelle: Wikipedia
Kontaktallergie
Das allergische Kontaktekzem ist eine durch das Immunsystem ausgelöste Reaktion der Haut gegenüber Umweltstoffen.
Die häufigste Form des Kontaktekzems ist das Handekzem. Dabei ist die Schutzfunktion der Haut gegenüber äußeren Reizen gestört. Durch erleichtertes Eindringen von Stoffen wird die Haut weiter geschädigt. Die Haut der Hände ist in besonderem Maße Umweltreizen im beruflichen, aber auch im privaten Bereich (Haushalt) ausgesetzt.
Häufige Auslöser sind Metalle, vor allem Nickel mit 18 % (in Schmuck oder Münzen), Duftstoffe (Kosmetika), bestimmte Chemikalien (Rohöle, Farben) sowie Farb- und Konservierungsmittel (z. B. in Friseurstoffen und Kosmetika). Auch Chromate (z. B. in Lederbekleidung) können Kontaktallergien auslösen.
Tipps:
- Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung allergischer Kontaktreaktionen ist das konsequente Vermeiden der Allergie auslösenden Substanzen. Diese können in einem Allergietest ermittelt werden.
- Verschiedene Hersteller bieten spezielle Hautpflegeserien an, die für Patientinnen und Patienten mit allergischer Kontaktdermatitis oder empfindlicher Haut geeignet sind. Diese Produkte enthalten z. B. keine Duftstoffe oder andere Zusätze. Es ist ggf. helle, naturfarbene Bekleidung vorzuziehen.
Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)
Der sog. Heuschnupfen (allergische Rhinitis) ist eine allergische Reaktion auf die Pollen verschiedener Pflanzen, Tierhaare, Milben oder Schimmelpilze. Typische Symptome sind eine laufende oder verstopfte Nase sowie häufiger Niesreiz. Neben Reaktionen der Augen und der Nase ist häufig eine Mitbeteiligung der Bronchialschleimhäute vorhanden. Dies äußert sich in Husten und anfallweise Atemnot (allergisches Asthma).
Die ersten Anzeichen von Heuschnupfen entwickeln sich meist bereits in der Kindheit oder im Jugendalter, aber auch immer öfter in höherem Erwachsenenalter. Einmal vorhanden, bleibt die Allergie bestehen und geht unbehandelt in ca. 40 % der Fälle in ein allergisches Asthma über. Aus diesem Grund ist eine frühe konsequente Behandlung unbedingt notwendig.
Tipps:
- Teppiche, Möbelstücke, Vorhänge, und (Bett-)Wäsche eignen sich hervorragend, um Pollen und Allergene an sich zu binden und sollten daher regelmäßig gereinigt werden (Staubsauger, Waschen bei mind. 60°C).
- Lassen Sie auf Auto- und Zugfahrten die Fenster geschlossen.
- Versuchen Sie, verrauchte Räume zu meiden, ebenso wie das Schwimmen in stark gechlortem Wasser: Rauch (auch passiv konsumiert) und Chlor leisten allergischen Reaktionen Vorschub.
- Achten Sie auf die Verordnung moderner, nicht müde machender Präparate.
- Verlegen Sie das Duschen und Haarewaschen auf abends. Deponieren Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb Ihres Schlafbereiches.
- Unser Pollenkalender gibt Ihnen einen Überblick über die Belastung durch Pollen im Verlauf eines Jahres.
Nahrungsmittelallergie
Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine reproduzierbare Gesundheitsstörung auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Unterform der Unverträglichkeit, bei der eine echte Allergie vorliegt.
Die häufigsten Symptome einer Nahrungsmittelallergie sind Juckreiz in Mund und Hals, Hautreaktionen (Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria)), Magen-Darm-Reaktionen (Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen usw.) und Asthma.
Die Unverträglichkeitsreaktion bei einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie macht sich durch ein Kribbeln auf Zunge und im Hals sowie durch Jucken an Gaumen und an den Ohren bemerkbar. Diese Symptome sind unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos. Bedrohlich kann es werden, wenn Schwellungen im Mund- und Rachenbereich auftreten.
Zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien zählen Reaktionen auf Nüsse, Gewürze, Getreide, Obst, Gemüse, Kuhmilch und Hühnereiweiß, Fisch, Schalentiere (ggf. Fleisch).
Tipps:
- Die Packungsinformation von Lebensmitteln sollte immer gründlich gelesen und nach möglichen Allergie auslösenden Stoffen abgesucht werden.
- Beim Verzehr von unverpackten Lebensmitteln, wie z. B. im Restaurant, sollte eine Liste der verwendeten Zutaten ausliegen. Scheuen Sie sich nicht, nach den Inhaltsstoffen zu fragen.
- Alle hochgradig gefährdeten Patienten (z.B. mit einem allergischer Schock in der Vergangenheit) brauchen unbedingt ein Notfallset mit Medikamenten und adrenalinhaltiger Spritze.
- Wenn beim Verzehr von Nahrungsmitteln beschriebene Symptome auftreten, sollten die auslösenden Nahrungsmittel auf jeden Fall erstmals gemieden werden und eine Vorstellung bei einem Allergologen erfolgen.
Innen- und Wohnraumpflanzen bei Allergien
Neben Pollen von Gräsern, Getreide, Bäumen und Blüten können auch einige Zimmerpflanzen allergische Beschwerden und Reaktionen hervorrufen. Zu den Symptomen gehören Hautrötungen und -reizungen, Ausschläge, Augenjucken und -brennen, sowie Heuschnupfen, Atemwegsallergien und Asthma bis hin zum allergischen Schock.
Tipps:
- Pollenallergiker sollten generell keine blühenden Pflanzen in den Wohn räumen, besonders in den Schlafräumen, aufstellen. Sie können durch ihre allergene Wirkung die Lebensqualität verringern und gesunden Schlaf stören.
- Für Dekorationen oder Kränze sollten keine blühenden Hasel- und Birkenzweige verwendet werden. Auch Gräser in Sträußen sollten vermieden werden.
- Vermeiden Sie grundsätzlich Trockensträusse in der Wohnung.
- Weibliche Pflanzen sind zu bevorzugen, da diese keine Pollen entwickeln.
- Da die Haut schon bei bloßem Kontakt allergisch reagieren kann, sollten Allergiker Handschuhe beim Umgang mit allergieauslösenden Pflanzen tragen. Auch deren Entsorgung sollte nicht durch Allergiker selbst durchgeführt werden.
- Folgende Pflanzen sollten von Allergikern gemieden werden: Birkenfeige (ficus benjamina, auch: Benjaminsbäumchen, ist hochallergen!), ferner Primeln, Tulpen, Agave, Chrysanthemen, Weihnachtsstern, Efeu, Fensterblatt, Banane, Pelargonien, Dieffenbachien, Drehfrucht, Frauenschuh, Herbstsonnenbraut, Lorbeer, Usambaraveilchen, Margerite und Sonnenblumen.


